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Gute Nacht Geschichten

für Ihre Kleinen

Der kunterbunte Obstbaum

Versteckt in einem kleinen Igelhäuschen unter einem Baum, lebt Lorenz, der neugierige Igel. Bei ihm zu Hause duftet es immer nach frischen Äpfeln, denn der Baum, unter dem er wohnt, ist ein riesengroßer Apfelbaum.  Lorenz mag Äpfel sehr gerne und deswegen bereitet er täglich ein anderes Gericht damit zu. Am einen Tag gibt es Apfelstrudel, am nächsten Bratäpfel und am übernächsten Tag gibt es Apfelkompott und heute gibt es Grießkuchen mit Apfel. Weil Lorenz wegen seinen kleinen Igelfüßen nicht so weit herumkommt, kennt er bisher auch nur Äpfel. Das möchte er aber ändern und unbedingt auch noch andere Obstsorten kennenlernen, die er aus seinen Büchern kennt: Birnen, Erdbeeren, Zitronen, Zwetschken, Bananen und so weiter. Aber wie soll er das anstellen? Leider wachsen auf dem Baum über seinem Haus nun einmal eben nur Äpfel. „Ach!“, sagt Lorenz „Es wäre doch toll, einen Baum zu haben, auf dem alle Obstsorten gleichzeitig wachsen! Dann könnte ich mir jeden Tag eine andere Sorte aussuchen.“ Eine schöne Vorstellung für den neugierigen Igel. Er macht sich sofort auf den Weg zu seinem besten Freund, dem schlauen Frosch Sebastian, um ihn um Rat zu fragen.  

Dort angekommen bemerkt der aufmerksame Frosch Sebastian sofort, dass seinem Freund etwas auf dem Herzen liegt. „Quaaak! Schön dich zu sehen! Was führt dich zu mir, Lorenz?“, fragt er. Lorenz begrüßt ihn kurz und erzählt gleich von seinem Wunsch. „Ich möchte gerne einen kunterbunten Obstbaum vor meinem Haus haben. Einen, auf dem jede Sorte Obst wächst, die es gibt. Damit ich nicht mein ganzes Leben lang immer nur Äpfel essen muss. Weißt du vielleicht, wie ich so einen pflanzen kann?“, fragt Lorenz aufgeregt. 

Sebastian fängt daraufhin laut an zu lachen und sagt: „Quahahahahahak! Aber Lorenz, so etwas gibt es nicht! Wenn du einen Apfelbaum haben möchtest, musst du dafür einen Apfelkern in die Erde pflanzen. Wenn du aber lieber einen Zwetschkenbaum haben möchtest, musst du dafür einen Zwetschkenkern in die Erde pflanzen. Du kannst entweder das Eine oder das Andere haben. Einen Baum mit verschiedenen Obstsorten gibt es nicht, also kannst du auch keinen anpflanzen.“ Lorenz aber lässt sich nicht entmutigen und ist fest davon überzeugt, dass er einen kunterbunten Obstbaum bekommt. „Ich wünsche mir diesen Baum aber soooo sehr. Ich möchte mir jeden Tag aussuchen können, welches Obst ich essen will!“, sagt er und fragt noch einmal: „Gibt es nicht doch irgendeine Möglichkeit, wie ich so einen Baum bekommen kann?“  

Als Sebastian merkt, dass der Wunsch seines Freundes wirklich groß ist, denkt er kurz nach und sagt: „Also, wenn du wirklich etwas so sehr willst, wie diesen Obstbaum, dann hast du es auch verdient, ihn zu bekommen! Ich glaube, mir fällt doch noch eine Möglichkeit ein, wie dein Wunschbaum Wirklichkeit werden kann.“ Lorenz spitzt die Ohren und hört Sebastian gut zu. „Nicht weit hier vom Froschteich entfernt auf einem kleinen Hügel wächst ein Strauch mit blauen Bohnen. Es ist ein Wunschbohnenstrauch! Wenn du dort eine Bohne pflückst und sie in der Erde vergräbst, wächst daraus, was immer du dir wünscht!“ sagt Sebastian und zeigt mit seinem Froschzeigefinger in die Richtung, in der der Hügel liegt. 

Lorenz ist begeistert von dieser Nachricht und macht sich gleich am nächsten Tag auf den Weg zu dem kleinen Hügel. Als er ihn endlich findet, hüpft er vor Freude im Kreis herum. Er entdeckt sofort den Wunschbohnenstrauch, denn auf ihm wachsen kleine blaue Bohnen, genau wie Sebastian es gesagt hat. Er pflückt eine Bohne ab und macht sich schleunigst auf den Weg nach Hause. Seine Vorfreude ist so groß, dass er auf dem Weg noch ein Liedchen summt.

Zu Hause angekommen holt Lorenz seine kleine Igelschaufel aus seinem Häuschen und sucht eine passende Stelle mit viel Platz rundherum, damit der Baum auch schön wachsen kann. Er gräbt ein kleines Loch, legt die Zauberbohne hinein, bedeckt sie wieder mit Erde und spricht seinen Wunsch aus: „Ich wünsche mir einen kunterbunten Obstbaum, auf dem jede Sorte Obst wächst, die es gibt!“ Gleich nachdem der den Wunsch ausgesprochen hat, holt Lorenz noch einen Kübel mit Wasser und gießt ihn auf die frisch gepflanzte Wunschbohne. 

Am nächsten Tag ist schon ein kleines Pflänzchen zu erkennen, nach zwei Wochen ist es schon ein kleines Bäumchen mit bunten Blüten. Nach vier Wochen steht vor dem Igelhaus ein richtig großer Baum und die ersten Früchte sind zu erkennen. Aber Moment, was ist denn hier los? Lorenz sieht blaue Bananen, gelbe Erdbeeren und rote Zitronen auf dem Baum hängen. Wie kann das sein? Das Obst sieht ganz anders aus, als er es aus seinen Büchern kennt. Er pflückt sich eine blaue Banane ab und kostet sie vorsichtig. „Mmmmmmmh, schmeckt das gut! Das Obst sieht zwar seltsam aus, aber mein Wunsch ist trotzdem in Erfüllung gegangen.“ sagt Lorenz. Das ist also wirklich ein kunterbunter Obstbaum geworden! Voller Freude lädt er noch am selben Tag seinen Freund Sebastian zum Abend-essen ein, es gibt natürlich Obstsalat. Lorenz und Sebastian essen sich genüsslich satt und schlafen bald darauf friedlich im Schatten des einmaligen Wunschbaumes ein. 

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